Keine Unterstützung für Amtsinhaber – SPD Salzbergen benennt vorerst keinen Bürgermeister-Kandidaten

In Salzbergen kündigt sich für den 26. Mai 2019 eine Wahl ohne Wahl an: Der Ortsverband der SPD will nach derzeitigem Stand keinen eigenen Kandidaten ins Rennen ums Bürgermeisteramt schicken.

Das hat auf Anfrage der Redaktion der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Christian Otten, mitgeteilt. „Stand jetzt werden wir keine Kandidatin oder Kandidaten ins Rennen schicken“, teilte er mit.

Am Montagabend berieten sich die SPD-Mitglieder (vorerst) abschließend. „Wir haben bis gestern intensive Gespräche mit fachlich und persönlich sehr geeigneten Kandidaten und Kandidatinnen geführt und uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, niemanden zu nominieren“, so Otten am Dienstag.

Hintertürchen bleibt offen

Ein Hintertürchen wollen sich die Sozialdemokraten allerdings noch bis zum Ablauf der Meldefrist im April offen halten. Bis dahin behalte man sich vor, doch noch jemanden zu nominieren, so Otten. „Interessenten dürfen sich gerne weiterhin bei uns melden.“

Keine Unterstützung für einzigen Kandidaten

Die Nichtnominierung eines Gegenkandidaten ist gleichwohl nicht gleichbedeutend mit einer Unterstützung des bisher einzigen Bewerbers, stellt Otten klar: „Was wir zu diesem Zeitpunkt bereits sicher sagen können ist, dass wir den Wahlvorschlag der CDU Salzbergen nicht mit unterstützen werden.“

CDU-Mitglieder entscheiden am Mittwoch

Beim Vorschlag der Christdemokraten handelt es sich um den Amtsinhaber: Der Vorstand des CDU-Gemeindeverbandes hatte sich im Dezember für den amtierenden Bürgermeister Andreas Kaiser ausgesprochen. Es wird allgemein erwartet, dass die Mitglieder diesem Vorschlag bei der Versammlung am Mittwoch, 16. Januar, im Kolping-Bildungshaus folgen.