SPD Sögel setzt auf Sieg

Sozialdemokraten stellen 15 Kandidat:innen für den Sögeler Rat auf

Der SPD-Ortsverein Sögel hat seine Kandidat:innenliste für die Kommunalwahl am 12. September 2021 aufgestellt. Die Sozialdemokrat:innen schicken ihre Kandidat:innen nach eigenen Angaben, gestärkt durch ein deutliches Votum ins Rennen um die Plätze im Gemeinderat.

„Wir setzen auf Sieg und nicht auf Platz!” machte Anno Immenga, Versammlungsleiter und SPD-Fraktionsvorsitzender, auf der Aufstellungsversammlung das Ziel der Sögeler SPD deutlich. Von den aktuell 21 Mitgliedern des Gemeinderates in Sögel stellt die SPD Fraktion acht. Neun Stimmen fehlten den Sozialdemokraten bei der letzten Kommunalwahl 2019 zum weiteren Ratssitz. „Im nächsten Gemeinderat will die SPD die stärkste Fraktion werden“, formulierte Immenga die Ambitionen seiner Partei.

Insgesamt 15 Kandidat:innen stehen auf dem Wahlvorschlag der Sögeler SPD. „Wir sind sehr froh, dass wir so viele Bewerberinnen und Bewerber von unserem Ziel, die Mehrheitsverhältnisse und damit die politische Kultur in Sögel bei dieser Wahl nachhaltig zu verändern, überzeugen konnten“, so Immenga. Die Vorbereitungen für die Wahl hatten bereits im vergangenen Jahr begonnen. Fast alle bisherigen Ratsmitglieder treten erneut an. Neben diesen sind laut Mitteilung des Ortsvereins viele „neue Gesichter“, die aber teils schon langjährige politische Erfahrung vorweisen können, mit an Bord. „Es ist uns gelungen, engagierte Personen für unsere Liste zu gewinnen, die den nötigen politischen Wechsel in Sögel gestalten wollen und auch gestalten können“ ist sich Lars Bollmann, Vorsitzender des SPD Ortsvereins, sicher.

Sögel braucht nach Meinung der Kandidat:innen den Wechsel. Viele Entscheidungen wurden in der Vergangenheit im stillen Kämmerchen getroffen und von der Mehrheitsfraktion abgesegnet. “Dies muss sich ändern!”, forderte Lena Romanenko, die den ersten Listenplatz zugesprochen bekommen hatte. Die SPD-Fraktion möchte nach Aussagen von Romanenko zu einer offenen und ehrlichen Politik in den kommenden Jahren zurückkehren. Dazu muss nach Ansicht der Ratsfrau auch das Verhältnis der Parteien untereinander verbessert werden. “Sögel braucht jetzt eine Zusammenarbeit jenseits von Parteigrenzen, die auf Vertrauen und dem gegenseitigen Respekt beruht “, ergänzte Anno Immenga.

Auf der Versammlung des SPD Ortsvereins wurde im Heimathaus Sögel die Liste der Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahlen in der Gemeinde Sögel aufgestellt.  Bild: Johannes Niermann

Folgende Bewerber stellen sich – in der Reihenfolge auf der Liste – zur Wahl: Lena Romenenko, Anno Immenga, Christina Zitzer, Ralf Schröder, Silvia Wagener, Thomas Klaß, Frank Schulmann, Wilfried Steenken, Ronald Bräutigam, Timo Osterloh, Martin Hinderks, Robert Jipa, Hewo Beimesche, Ansgar Heuvels und Frank Klaß.

Wunsch und Anspruch des Ortsvereins war es nach eigenen Angaben, einen Mix aus jung und erfahren, Frauen und Männern für die Wahl aufzubieten. „Dies ist uns mit dieser Liste im vollem Umfang gelungen“, freut sich der Ortsvorsitzende Bollmann. Der Gemeinderat muss weiblicher, jünger und sozialer werden, forderte Bollmann weiter. Die SPD Sögel und ihre Kandidat:innen werden sich in der Zeit bis zur Wahl, sofern möglich, bei verschiedenen Gelegenheiten vorstellen und um Vertrauen werben.

Interessenten, die sich auf kommunaler Ebene engagieren möchten sind aber immer noch herzlich willkommen, “erst Anfang Juli muss die Liste geschlossen werden, bis dahin freuen wir uns auf Menschen, die die örtliche Politik mitgestalten möchten”, erklärte Lars Bollmann. Bollmann selber wurde als Kandidat für den Gemeinderat Werpeloh bestätigt. Die Liste der SPD-Kandidaten für die Samtgemeinderatswahl wird Mitte Juni auf einer Versammlung in Börger vorläufig beschlossen, die Sögeler Sozialdemokraten treten auch hier mit 10 Kandidaten an.

Anno Immenga und Lars Bollmann aus dem Ortsverein Sögel wurden bereits auf der SPD-Kreiswahlkonferenz in Meppen im März als Kreistagskandidaten nominiert.