Kleine und mittlere Unternehmen in der Krise nicht vergessenPapenburg

Zu einem digitalen Austausch trafen sich das Papenburger Wirtschaftsforum, die Vorsitzende der SPD Papenburg und Bürgermeisterkandidatin, Vanessa Gattung, sowie der SPD Fraktionsvorsitzende Jürgen Broer. In den vergangenen Wochen und Monaten dominierte die Papenburger Meyer Werft immer wieder die Schlagzeilen, wenn es um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie ging.

Pressemitteilung der SPD Papenburg am 08.02.2021

Zu Recht, denn die Bedeutung der Werft für unsere Region ist unumstritten und der Wegfall unseres größten Arbeitgebers wäre mehr als dramatisch.„In der ganzen Debatte um die Auswirkungen der Pandemie dürfen wir allerdings nicht unseren Mittelstand vergessen. Die wirtschaftliche Bedeutung von kleinen und mittleren Unternehmen in Papenburg ist enorm und auch sie leiden sehr unter der Pandemie. Der Mittelstand ist der Motor unserer Wirtschaft und sollte zukünftig wieder stärker in den Fokus gerückt werden“, so Vanessa Gattung.

In dem Gespräch berichteten die Vertreter des Wirtschaftsforums, dass sich viele kleine und mittlere Unternehmen mehr Unterstützung von der Verwaltung wünschten. Ob es nun um Erwerb von Flächen, Erweiterungen des Betriebes oder Neuansiedlungen ginge, „diese Vorgänge würden einfach zu viel Zeit in Anspruch nehmen“. Das Papenburger Wirtschaftsforums wünsche sich zudem wieder mehr Kommunikation zwischen Wirtschaft und Verwaltung. Es bedürfe einen regelmäßigen Austausch, um gemeinsam daran arbeiten zu können, Papenburg als Wirtschaftsstandort zu fördern. Wir wissen, was viele Mittelständler bewegt und wir wollen uns für unsere Stadt einsetzen“, so Carsten Röttgers, Vorsitzender des Wirtschaftsforums.

Auch Gattung sei unbedingt für einen verbesserten Austausch zwischen allen Vertretern. Zudem müsse eine nachhaltige Kommunalpolitik aber auch für gute Rahmenbedingungen sorgen, damit sich Gewerbe in unserer Kommune zum einen halten, zum anderen aber auch neu ansiedeln können. Die Sozialdemokratin habe hierfür auch schon einige konkrete Pläne. Neben ihrer Idee eines „Macher Zentrums“ zur Förderung einer positiven Gründerkultur und der Förderung von sogenannten Co-Working Spaces sei es für sie zudem wichtig, die weichen Standortfaktoren in Papenburg zu verbessern.

„Hierzu zählen eine gute digitale und soziale Infrastruktur, bezahlbarer Wohnraum aber auch attraktive Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Eben alle Bereiche, die unmittelbar darüber entscheiden, ob sich potenzielle Fachkräfte an eine Stadt binden wollen oder nicht“,  so Gattung. Das Wirtschaftsforum erinnert zudem von einem 2013 veröffentlichten Positionspapier der IHK für Papenburg. Dies sei damals ein wichtiger Schritt für Papenburg gewesen. Hierzu wünscht sich das Wirtschaftsforum mehr Beachtung.