SPD Papenburg besichtigten geplantes Neubaugebiet am Papenburger Obenende zwischen Bethlehem, Splitting und Rheiderlandstraße.

 Direkt zu Beginn des neuen Jahres trafen sich die Papenburger Sozialdemokraten zu einer Begehung des geplanten Neubaugebiets zwischen Splitting, Bethlehem und Rheiderlandstraße. Gemeinsam mit einigen Anwohnern und einem Vertreter des Naturschutzbundes machten sie sich ein Bild der Fläche und der Bäume, die für das neue Baugebiet weichen sollen.

Laut Auskunft der Anwohner handele es sich um teilweise jahrhundertealte Eichen, welche auch Heimat für viele Vogelarten seien. Die Abholzung dieser wertvollen Bäume wäre ein enormer Verlust für zahllose Tiere aber auch für die Anwohner, so die ausdrückliche Meinung der SPD Vertreter.

„Der wertvolle Baumbestand war uns Ratsherren so nicht bekannt. Wir müssen hier ein gesundes Mittelmaß finden. Erhaltenswerte Bäume müssen in den neuen Bauabschnitten 2 und 3 im geplanten Baugebiet Bethlehem und Splitting erhalten bleiben. Bauminseln oder auch ein kleiner Bürgerpark würden das Baugebiet beispielsweise noch viel interessanter machen.“, so die beiden Obenender Ratsherren Ludger Husmann und Peter Behrens.

Natürlich sei ihnen bewusst, dass dadurch die Anzahl der Grundstücke vermindert werde, „wir sind daher bereit, mehrere Planungsvorschläge transparent mit allen Beteiligten zu diskutieren“, so Ludger Husmann weiter.

„Wir Menschen haben in all den Jahren der Natur immer mehr Raum genommen, teilweise ohne Rücksicht auf Verlust von wertvollem Lebensraum für viele Arten. Dies ist wohl auch ein Grund, warum die Lage um unsere Umwelt aktuell so dramatisch ist. Gerade jetzt sollten wir also bemüht sein, die Artenvielfalt und deren natürlichen Lebensraum zu schützen.“, so Vanessa Gattung.

Die Planungen für das neue Baugebiet seien bereits weit vorangeschritten. Die Sozialdemokraten hätten sich von Anfang an ein transparenteres Verfahren gewünscht, um solche gravierenden Konflikte zu vermeiden. „Ich wünsche mir, dass die zuständigen Abteilungen zukünftig enger mit den Experten aus Natur- und Umweltschutz vor Ort zusammenarbeiten.“, so Vanessa Gattung. „Leider wurde diese Chance bisher verpasst, obwohl beispielsweise der NABU eine Zusammenarbeit mit der Stadt Papenburg bereits vor eineinhalb Jahren anbot.“

Auch für zukünftig strengere Prüfungsverfahren werden sich die Sozialdemokraten einsetzen. Mittels einer speziellen artenschutzrechtliche Prüfung (saP), welche bis zu einem Jahr dauere und bereits von vielen Kommunen durchgeführt werde, können solche Probleme von vorne herein vermieden werden. Die Stadt Papenburg setze aktuell nur auf die nötigsten Prüfungen. Der SPD Papenburg gingen diese „einfachen“ Prüfungen in der heutigen Zeit nicht weit genug.