Häusliche Pflege trotz Corona-Erkrankung? Informationen  für die Betreuung pflegebedürftiger Menschen während der Pandemie

Pressemitteilung Büro MdB Dr. Daniela De Ridder

Wie die Grafschafter Nachrichten berichteten, soll der Lohner Klaus Hermann, der sich mit dem Coronavirus infiziert hat, nach der Entlassung seiner pflegebedürftigen Mutter aus dem Krankenhaus diese wieder zu Hause betreuen. Klaus Hermann hatte sich neben der Presse auch an die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder gewandt.  Die Abgeordnete rät wegen der Corona-Erkrankung von einer Rückführung der älteren Dame dringend ab.

„Zunächst wünsche ich Klaus Hermann und seiner Mutter eine gute Genesung! Die Ausnahmesituation von Familie Hermann zeigt ausdrücklich die Schwierigkeiten bei der Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen in Zeiten der Corona-Krise. Schon vor der Pandemie war die häusliche Pflege von Angehörigen aufwendig und mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Die Situation von Familie Hermann verdeutlicht nun nochmals, wie wichtig eine lückenlose Kommunikation und Koordinierung zwischen Patienten,  Krankenhäusern, Gesundheitsämtern und Pflegediensten in Abstimmungen mit den betroffenen Pflegedürftigen ist, um die Versorgung  – ganz besonders auch in Zeiten der Corona-Pandemie – zu gewährleisten. Zum einen geht es darum, die Angehörigen zu entlasten und zum anderen, die Gesundheit  der Pflegebedürftigen zu gewährleisten,“ unterstreicht  Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Da die Fallzahlen gerade auch in der Grafschaft und im Emsland erneut stark ansteigen und mehr Menschen erkranken werden, wird, so die SPD-Bundestagsabgeordnete, auch die Situation der häuslichen Pflege deutlich angespannter werden. Besonders betroffen sind dabei ältere pflegebedürftige Menschen, die von ihren Familienangehörigen betreut werden. Dass viele Menschen in dieser Situation Rat suchen, weil sie als pflegende Angehörige erkranken könnten und die Familienangehörigen nicht anstecken wollen, findet De Ridder nur allzu verständlich. Daher verweist sie darauf, dass es im Zuge des Entlassungsmanagements in den Kliniken und Krankenhäusern genau abzuklären gilt, ob eine Entlassung der Patientinnen verantwortbar ist, oder ob die sozialen Dienste benachrichtigt werden müssen. Im Zweifelsfall müsse eine sichere Unterbringung ohne Gefahr einer Corona-Infektion gewährleistet werden können. Der erste Schritt, so die SPD-Bundestagsabgeordnete, sollte erst einmal das Gespräch mit der Hausärztin oder dem betreuenden Facharzt sein. Ferner verweist De Ridder auf die regionalen Anlaufstellen, zu denen insbesondere die Gesundheitsämter der Landkreise, die Senioren- und Pflegestützpunkte oder die Patientenberatungen gehören. Auch beim Infotelefon des Bundesgesundheitsministeriums und auf dessen Homepage können Betroffene rasch Informationen abrufen, so De Ridder abschließend.