SPD: Senioren haben das Nachsehen – Harener kritisieren falsche Interpretation ihres Antrags

Pressemitteilung der SPD-Fraktion Haren in der Meppener Tagespost Lokales Haren am 12.10.2020.

In der jüngsten Sitzung des Harener Stadtrates hat sich das Gremium mit einem Antrag der SPD-Fraktion beschäftigt, der eine Überplanung des Schwester-Kunigunde-Platzes zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität zum Inhalt hatte.

Sehr ausführlich wurde bereits im Antrag und mündlich in der Sitzung durch SPD-Ratsherr Heinrich Schepers dieses Vorhaben begründet (wir berichteten). Unverständlich ist es für die Sozialdemokraten, dass nun durch die Stellungnahme der CDU in der Sitzung der Anschein erweckt werde, die SPD strebe eine „komplette“ Umgestaltung des Areals an.

Dies ist laut Fraktionsvorsitzendem Heinz Pinkernell irreführend. „Der SPD-Antrag wurde von der Mehrheitsfraktion bewusst so interpretiert, um einen Vorwand zur Ablehnung zu haben“, sagt Pinkernell in einer Pressemitteilung. In dem vorbereitenden Fachausschuss und im Rat sei immer von einer „moderaten Umgestaltung“ die Rede gewesen.

Das habe Schepers in Absprache mit der SPD-Fraktion deutlich zum Ausdruck gebracht. Auch hatte der Antrag nur die Herstellung von Entwürfen durch die Verwaltung oder ein Fachbüro zum Inhalt. Das Ausmaß und die Details der Überplanung hätte der Rat im Anschluss diskutieren und beschließen können.

„Dass die CDU weitere Sitzmöglichkeiten als Notwendigkeit ansieht und unseren Antrag gleichzeitig ablehnt, ist dann wenig nachvollziehbar“, findet Pinkernell, der ergänzt: „Die sinnvolle Anordnung weiterer Bänke, beispielsweise überdacht, mit einem Sonnensegel überspannt und durch niedrige Hecken umrahmt, ist doch Bestandteil des Antrages.“

Ob die Bänke nun einzeln angeordnet werden oder mehrere zusammenhängende Sitzgelegenheiten auf einer größerer Fläche, zum Beispiel im Schatten der vorhanden Eiche, hergestellt werden, hätte die von der SPD angestrebte Überplanung gezeigt.

Daher ist es laut Pinkernell „schade und ärgerlich“, dass nun keine weiteren Alternativen geschaffen werden. Den Nachteil hätten die Bewohner des Seniorenzentrums. Eine Umgestaltung, die die Nutzungsqualität steigere, hätte schon mit geringem finanziellem Aufwand umgesetzt werden können. pm