Nistkästen statt Biozide: SPD wählt natürlichen Weg gegen Eichenprozessionsspinner

Im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner hat sich die SPD Meppen immer wieder gegen den Einsatz von Bioziden ausgesprochen und in den entsprechenden Gremien auch dagegen gestimmt. „Biozide greifen leider nicht nur den Eichenprozessionsspinner, sondern auch andere Insekten und die umliegende Natur an. Das wollen wir nicht in Kauf nehmen“, so Ortsvereinsvorsitzender Johannes Hessel.

Pressemitteilung des SPD-Ortsvereins Meppen in der Meppener Tagespost Lokales Meppen am 18.04.2020

Neben dem bewährten Absaugen der Raupen setzen sich die Sozialdemokraten für eine natürliche Lösung ein: die heimischen Singvögel. „Durch das Anbringen von Nistkästen an geeigneten Stellen bringen wir den natürlichen Fressfeind in die Nachbarschaft des Eichenprozessionsspinners und verringern so seine Population. Diese Methode hat schon vielerorts zu guten Erfolgen geführt“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende Tobias Munsch.

Aus diesem Grund hat die SPD Meppen 100 Nistkästen für die Meppener Bürgerinnen und Bürger kostenfrei zur Verfügung gestellt und verteilt, heißt es in einer Pressemitteilung. Dabei sei darauf geachtet worden, dass die Kästen nicht nur im Stadtbereich, sondern auch in den umliegenden Gemeinden aufgestellt wurden, um flächendeckend eine Heimstätte für Meisen und andere Vögel zu bereiten. Auch Vorstandsmitglied Manfred Reckers zeigte sich begeistert von der Aktion: „Es ist großartig, wie viele Meppener sofort bereit waren, ebenfalls einen Nistkasten aufzuhängen und so bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mitzuwirken.“

Da Nistkästen auch schon für kleines Geld zu haben seien, rufen die Meppener Sozialdemokraten alle Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu auf, sich an der Aktion zu beteiligen und durch Anschaffung eines Nistkastens dem gefährlichen Insekt Einhalt zu gebieten und damit zugleich auch die Natur zu schützen. pm