SPD-Kreise Leer und Emsland zur Situation bei der Meyer-Werft

Pressemitteilung

„SPD solidarisiert sich mitder Belegschaft der Meyer-Werft“

Leer/Papenburg – Die SPD im Kreis Leer und im Kreis Emsland solidarisiert sich in den aktuellen Auseinandersetzungen mit der Belegschaft der Papenburger Meyer-Werft und kritisiert alle Versuche, Mitbestimmung und Sozialpartnerschaft auf der Werft einzuschränken.


„Was wir von den Betriebsräten hören, erfüllt uns mit Sorge. Wir fordern die Leitung der Meyer-Werft auf, die Betriebsräte nicht bei ihrer Arbeit zu behindern, Einschüchterungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterlassen und sich zur Mitbestimmung zu bekennen“, sagt die Kreisvorsitzende Anja Troff-Schaffarzyk in einer gemeinsamen Pressemitteilung der SPD-Kreisverbände Leer und Emsland.

Die SPD im  Kreis Leer verweist darauf, dass die Meyer-Werft ihren beispiellosen Aufstieg der vergangenen Jahrzehnte nicht nur der Unternehmensleitung zu verdanken habe, sondern in erster Linie einer engagierten Belegschaft und einer Region, die sich gesellschaftlich und politisch immer hinter die Werft gestellt habe – auch mit außergewöhnlichen finanziellen Anstrengungen. „Es geht hier nicht nur um fundamentale Arbeitnehmerrechte, sondern auch um die Werft, die nach unserer Ansicht nur dann eine Zukunft hat, wenn die Unternehmensleitung die Belegschaft mit ins Boot holt und deren Rechte achtet“, so Troff-Schaffarzyk.

Grundsätzliches Ziel der SPD sei es, die Zahl der tarifgebundenen Arbeitsplätze bundesweit zu erhöhen. Wenn die Meyer-Werft versuche, Teilbereiche der Werft aus Tarifverträgen herauszulösen, werde das auf den energischen Widerstand der SPD stoßen.

Anlass der Erklärung der beiden SPD-Kreisverbände ist der aktuelle Tarifstreit auf der Werft. Die Meyer-Werft möchte die Abteilungen Feuerwehr, Sicherheitsdienst, Arbeitssicherheit und Umweltschutz imTochterunternehmen „Meyer Port 4“ bündeln. Betriebsrat und Gewerkschaft befürchten, dass dieser Wechsel mit Verschlechterungen für die Betroffenen verbunden ist. Die IG Metall hat der Unternehmensleitung ein Gespräch angeboten. „Wir fordern die Werft auf, dieses Angebot anzunehmen“, so Troff-Schaffarzyk.