Berufsorienterung wird im Emsland neu aufgestellt – Viele freie Ausbildungsplätze

Vor dem Hintergrund des im Oktober in Kraft getretenen Erlasses zur beruflichen Orientierung an allgemein bildenden Schulen hat der Landkreis Emsland einen Überblick der Berufsorientierungsmaßnahmen gegeben. Ein neues, kreisweites Konzept wird erarbeitet.

Berufsorientierung kann ganz unterschiedlich aussehen, wie etwa im persönlichen Gespräch zwischen Experten und Schülern.

Wie der Erste Kreisrat Martin Gerenkamp im jüngsten Schulausschuss des Landkreises im Werlter Gymnasium mitteilte, werde die Berufsorientierung immer wichtiger, auch vor dem Hintergrund, dass im Emsland mittlerweile 1500 Ausbildungsstellen nicht besetzt werden konnten. Mit der neu aufegestellten Berufsorientierung wolle man auch diejenigen erreichen, die nach dem Abitur ein Studium aufnehmen und es dann wieder abbrechen. „Zwischen 30 und 50 Prozent der Studienanfänger brechen ab“, so Gerenkamp. Eine Ursache für diese hohe Zahl könne die nicht optimale Beratung im Vorfeld gewesen sein, so der Erste Kreisrat weiter. Zahlreiche AusbildungsberufeDie Beratung sei aber auch bei den Ausbildungsberufen wichtig, schließlich sei die Auswahl groß, so Gerenkamp. “

Viele freie AusbildungsplätzeBerufsorienterung wird im Emsland neu aufgestellt

Wie der Erste Kreisrat Martin Gerenkamp im jüngsten Schulausschuss des Landkreises im Werlter Gymnasium mitteilte, werde die Berufsorientierung immer wichtiger, auch vor dem Hintergrund, dass im Emsland mittlerweile 1500 Ausbildungsstellen nicht besetzt werden konnten. Mit der neu aufegestellten Berufsorientierung wolle man auch diejenigen erreichen, die nach dem Abitur ein Studium aufnehmen und es dann wieder abbrechen. „Zwischen 30 und 50 Prozent der Studienanfänger brechen ab“, so Gerenkamp. Eine Ursache für diese hohe Zahl könne die nicht optimale Beratung im Vorfeld gewesen sein, so der Erste Kreisrat weiter.

Zahlreiche Ausbildungsberufe

Die Beratung sei aber auch bei den Ausbildungsberufen wichtig, schließlich sei die Auswahl groß, so Gerenkamp. „Alleine an den Berufsbildenden Schulen werden mehr als 100 Ausbildungsberufe unterrichtet“, so Gerenkamp, der auch Abiturienten zu einer Ausbildung rät. In einer Übersicht wurden die zahlreichen Maßnahmen der Berufsorientierung an den Schulen im Emsland aufgezeigt, neben Vorbereitungen im Unterricht gibt es Praxistage, Betriebserkundungen, Ausbildungsbörsen, Bewerbungstrainings oder Fahrten zum Berufsinformationszentrum (BIZ).

Grundsätzlich müsse aber, so Gerenkamp weiter, auch die Berufsorientierung an den Gymnasien gestärkt werden. Dem pflichtete Ausschussmitglied Helge Koers, Lehrer am Franziskusgymnasium in Lingen, bei. Seiner Meinung nach werde das Thema an den Gymnasien noch viel zu wenig beachtet. Lehrervertreter Michael Voigt wies jedoch darauf hin, dass die Schüler während des Praktikums mehrere Wochen im Unterricht fehlten.

Austausch mit BBS

Laut neuem Konzept, das sich noch in der Umsetzungsphase befindet, ist zudem vorgesehen, dass sich die allgemeinbildenden Schulen neben Betrieben und anderen Institutionen auch mit den BBS austauschen. Wie Gerenkamp sagte, wird auch ein Kalender erarbeitet, nach dem die Schulen ihre Praktiumszeiten abgleichen können. So werde vermieden, dass zu einer Zeit im Jahr sehr viele Schüler verschiedener Schule auf die Suche nach Praktikumsplätzen gingen. Mit dem Kalender könne dies nacheinander erfolgen, sodass die Chancen auf einen Praktikumsplatz steigen.

Ein grundlegendes Problem sah Ausschussmitglied Heiner Reinert (CDU) in der hohen Wechselquote der Auszubildenden. Seien Aussagen zufolge wechselten 23 Prozent die Ausbildungsstelle. Auch problematisch sei der Anteil der Schulwechsler, die nach der vierten Klasse auf eine weiterführende Schule wie ein Gymnasium gingen – und dann wieder zurück auf eine Oberschule müssten. Ausschussvorsitzender Heribert Kleene (CDU) warf ein, dass dies jedoch nach dem Willen der Eltern erfolge. In den Grundschulen würden die Empfehlungen für die weitere Laufbahn der Schüler gegeben, jedoch müssten sich die Eltern nicht daran halten. Willi Jansen (SPD) ergänzte, dass es diese Probleme der Wechsler in einer Gesamtschule nicht gebe. 

Der Ausschuss befasste sich zudem noch mit den Kosten für die Beförderung von Schülern zu ihren Praktikumsplätzen. Gerenkamp wies darauf hin, dass dies in einer Sitzung der Hauptverwaltungsbeamten auf der Tagsordnung stehe.

(Bericht von Redakteur Mirco Moormann in der Ems-Zeitung)