Textilunternehmen mit Mut zur Beständigkeit

SPD-Bundestagskandidatin Dr. De Ridder besucht Textilunternehmen ERFO in Nordhorn Im internationalen Wettbewerb ist es immer schwieriger für deutsche Textil-Unternehmen zu bestehen; zu hoch sei die Konkurrenz aus Asien oder Osteuropa, wo niedrige Lohnkosten die Preise für Kleidung erheblich senken, erläuterte ERFO-Geschäftsführer Hauke Schmidt der SPD-Bundestagskandidatin Dr. Daniela De Ridder bei ihrem jüngsten Besuch.

Daniela De Ridder und Hauke Schmid

Nordhorn, ehemals großer Standort der Textilindustrie, beherbergt nun nur noch einen einzigen größeren Textilproduzenten.

Als Zeichen für Qualität, so betonte Geschäftsführer Hauke Schmidt im Gespräch mit Dr. De Ridder, die auch SPD-Kreisvorsitzende in der Grafschaft ist, gehöre es, die Marktsegmente geschickt auszuwählen und Produktionsprozesse genau zu planen. ERFO ziele dabei insbesondere in der Produktion von Blusen auf ein qualitätsbewusstes Kundinnensegment. So werde viel Zeit in den Entwurf der Kleidungsstücke investiert – aus gutem Grund: „Nicht jede Bluse sieht in jeder Größe gleich gut aus und wir wollen, dass unsere Kundinnen sich wohl fühlen“, betonte Schmidt.

Dr. De Ridder lobte das Engagement, den unternehmerischen Mut und die Risikobereitschaft der Firma ERFO in Nordhorn, der Stadt, die den Strukturwandel in der Textilbranche inzwischen gut gemeistert hat: "Gerade in Zeiten der Krise, in denen man nicht mit ständigem Wachstum rechnen konnte, war es hervorragend, dass Arbeitsplätze vor Ort gesichert blieben und die Produktion nicht nach Fernost verlagert werden, so wie es schon viele andere vorher getan haben."

Damit dies so bleibe könne, forderte Schmidt eine Stärkung des Mittelstandes. Zudem sei sehr problematisch, dass es immer mehr Leerstand in den Innenstädten gebe und dafür große Einkaufszentren auf der "grünen Wiese" entstehen würden.

Dr. De Ridder, promovierte Stadt- und Regionalsoziologin, stimmte ihm zu: Aus ihrer Sicht bedürfe es, einer Stärkung und Vielseitigkeit der Innenstädte; die innerstädtischen Zentren bräuchten den Einzelhandel, der wiederum eine hohe Einkaufs- und Erlebnisqualität absichern helfe.