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Für die Sicherung einer wohnortnahen Versorgung mit allgemeinbildenden Schulangeboten im Landkreis Emsland

Antrag für die Kreistagssitzung am 12.2.2007

Die SPD Fraktion beantragt im Rahmen der Haushaltsberatung und –beschlussfassung mit Mitteln aus dem laufenden Verwaltungshaushalt ein Konzept zu entwickeln zur

Sicherung einer wohnortnahen Versorgung mit allgemeinbildenden Schulangeboten im Landkreis Emsland


In der letzten Zeit häufen sich Pressemitteilungen aus den Gemeinden und Städten des Landkreises Emsland, die sich mit der zukünftigen Entwicklung ihrer Schulen beschäftigen. Der Rückgang der Schülerzahlen, die veränderte Nachfrage bei den verschiedenen Schulformen führt zu unterschiedlichen Auslastungen unserer vorhandenen Schulangebote. Dies führt in ersten Schritten zu Veränderungen in den Einzugsgebieten, die nicht ohne Auswirkungen auf die Schülertransporte bleiben und oft kritischen Fragen der Eltern standhalten müssen.

Es ist zu befürchten, auf Grund der unterschiedlichen Trägerschaft und der unterschiedlichen Betroffenheit, dass punktuell reagiert wird und eine gleichmäßige schulische Versorgung, auch hinsichtlich der Schulangebote und Entfernungen, im Landkreis Emsland nicht ausreichend Berücksichtigung findet.

Um Fehlentwicklungen entgegen zu wirken, ist es notwendig die gesamte schulische Situation im Landkreis Emsland hinsichtlich ihrer zukünftigen Tragfähigkeit zu untersuchen. Dabei sind insbesondere die Entwicklung der Schülerzahlen, die veränderte Inanspruchnahme der verschiedenen allgemeinbildenden Schulformen und die „zumutbaren“ Entfernungen zu den Schulen zu berücksichtigen.

Es ist sicherlich auch darüber zu entscheiden, ob jahrgangsübergreifende Klassen auf Dauer pädagogisch sinnvoll sind oder evtl. Kindern den weiteren Bildungsweg erschweren. Auch die Zusammenlegung von Grundschulen und Kindergärten kann zur Sicherung von Schul- und Kindergartenangeboten in kleinen Gemeinden beitragen.

Die IGS Lingen wird zunehmend nachgefragt, so dass auch hier die zukünftige Entwicklung untersucht werden muss. Es muss die Möglichkeit bestehen, dass alle Kinder aus dem Emsland die IGS besuchen können (wenn sie es wollen) und dass der Aufbau einer Oberstufe bei entsprechenden Schülerzahlen nicht ausgeschlossen wird.

Es ist ebenfalls davon auszugehen, dass alle Schulformen zu Ganztagsschulen umgebaut werden.

Diese inhaltlichen Entscheidungen, die sicherlich noch ergänzt werden müssen, haben auch Auswirkungen auf unsere zukünftigen Schulangebote. Es sind nicht nur standortgebundene Aspekte zu berücksichtigen, sondern auch inhaltliche Entscheidungen zu treffen.

Die bereits begonnenen Diskussionen in einigen Kommunen machen deutlich, dass es notwendig ist, für den Landkreis Emsland unter Einbeziehung der kommunalen Schulträger ein zukunftsfähiges Schulkonzept zu entwickeln.









 
 

 
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